Nexus I

"Nexus", 2016
"Somewhere", 2016
"The One", 2016

Pigmentdruck
Signatur, Titel und Datierung verso
limitierte Auflage

NEXUS (lateinisch für „Verbindung, Gefüge, Zusammenhang“) steht in dem Projekt von Nicola Hackl-Haslinger für eine Verbindung von Musik und Fotografie aber auch für die Verknüpfung mit dem Publikum. Musik in Interaktion von Kunst spielte vor allem in den 1920/30 Jahren eine wichtige Rolle, und unter dem Begriff Synästhesie (aus dem Altgriechischen für „mitempfinden“ oder „zugleich wahrnehmen“) bezeichnet man hauptsächlich die Kopplung zweier oder mehrerer physisch getrennter Bereiche der Wahrnehmung, wie der Musik oder des Raumes im allgemeinen Sinne. Aber wie kann die innere Perzeption gezeigt als auch verstärkt werden und was bewirkt eine von außen gesteuerte Komplementarität? Mit diesem Ansatz geht Nicola Hackl-Haslinger auf Spurensuche. Zwar widmet sich die Künstlerin grundsätzlich schon in ihrem Werk der Sichtbarmachung menschlicher Gedanken- und Gefühlsprozesse, aber mit dem Projekt NEXUS strebt sie nach einer Erweiterung in musikalische als auch mentale Räume.

Als Musikinterpret in diesem Projekt wählte Nicola Hackl-Haslinger die Musik von Volker Bertelmann, einem deutschen Komponisten und Pianisten, der vor allem unter seinem Künstlernamen Hauschka veröffentlicht. Bemerkenswert ist nicht nur seine musikalische Vielfältigkeit sondern auch seine Thematik. Alben, wie Foreign Landscapes oder Abandoned City, sprechen für sich und unabhängig, ohne sich gegenseitig zu kennen arbeiten beide KünstlerInnen an einem Grundtonus, der nun in dem Projekt NEXUS einen Zusammenklang findet.

Das musikalisch Flüchtige an Beispielen von Volker Bertelmann wird fassbar in den melancholisch-poetischen Bildern von Nicola Hackl-Haslinger und vice versa: The audience is listening, watching and imagening.

Mag. Silvia Müllegger, Kunsthistorikerin